Sonnenbefleckter Pfad im Wald

Mein persönliches Manifest oder „Warum dieser Blog?“

Für mich persönlich ist die Gesundheitsgeschichte, die ich erlebt habe, der absolute Hammer.
Objektiv betrachtet ist es jedoch gar nichts Besonderes.
Es gibt eine Vielzahl von Personen, die Ähnliches erlebt haben und eine Vielzahl von Seiten, auf denen man alles detailliert nachlesen kann. Ausserdem gibt es schon eine Vielzahl von Ärzten, Heilpraktikern und Autodidakten, die mit der Anwendung alternativer und neuer Methoden erfolgreich Autoimmun-Betroffenen helfen können.
Was es aber noch immer viel zu wenig gibt, ist das Bewusstsein dafür, dass Autoimmunerkrankungen und CED in unserem Medizinbetrieb nur symptomatisch und deswegen unzureichend behandelt werden.
 
Kaum eine Betroffene erfährt bei der Diagnose das Entscheidende, nämlich, dass Autoimmunkrankheiten keineswegs so unerforscht sind, dass man sie nicht schon ursächlich behandeln könnte.
Weil Gesundheit ein privates Thema ist, sprechen viele Betroffene nach der Diagnose nicht gern darüber und tauschen sich viel zu wenig aus. Informationen zu den Krankheiten bekommen die Betroffenen meist erst einmal über Ärzte und andere Akteure des Gesundheitssystems. Dadurch ist unser Zugang zu relevanten Informationen einseitig und unvollständig.
Das System ist naturgemäss träge, denn neueste Forschung braucht Jahre, bis sie in die Lehre durchdringt.
Und: sie ist immer fragmentarisch, die finanzielle Förderung für Forschung geht hauptsächlich dahin, wo auch viel Geld verdient werden kann.
Über Erfolge bei der Behandlung von Autoimmunkrankheiten hören wir selten etwas.
Aber das liegt nicht etwa daran, dass es keine Erfolge gibt, sondern daran, dass sie niemals mit etwas Käuflichem, einem Produkt, erzielt werden. Niemand verdient an uns, wenn wir gesund und glücklich sind.
Die vielen Gesundungsgeschichten verlieren sich im Meer der Medien-Informationen. Sie sind nicht öffentlich bekannt, weil das Rauschen der kommerziell orientierten Medien sie übertönt.
 
Ich bin nicht sicher, wie wir aus der Misere herauskommen können, aber ich bin der Überzeugung, dass ich mit diesem Blog etwas beitragen kann, damit andere Betroffene mit ihren Erkrankungen besser zurechtkommen.
Ich schreibe hier für dich, weil es diese Dinge sind, die du wissen sollst.
Weil es diese Dinge sind, die ICH hätte früher wissen wollen!
Weil es nicht genug Leute geben kann, die es laut und deutlich aussprechen: „Autoimmunerkrankungen sind behandelbar!“
 
 
Die Ziele meines Blogs habe ich folgendermaßen formuliert:
 
  • Ich will, dass du, als LeserIn meines Blogs, bei deinem Weg heraus aus der Krankheit bestärkt wirst
  • Ich will, dass du dich nicht mehr als Kranke wahrnimmst, sondern als ein ganz besonderes, ein ganz kostbares und vielleicht seltenes Wesen, das sich in dieser Welt auf den Weg macht, um seinen optimalen Lebensraum zu finden
  • Ich will dich mit meinen Texten dabei unterstützen, aufgeschlossen neue Dinge und neue Einstellungen zu entdecken, unerschütterlich zuversichtlich, zäh und beharrlich zu sein, und selbstbewusst für deine Bedürfnisse einzutreten
Ich glaube, dass Jede von uns einen eigenen, ganz einzigartigen Weg zur Gesundheit gehen kann und muss.
Die Ideen und Personen, die ich hier vorstelle, können für dich hilfreich sein.

Ich werde mich bemühen, in den Texten einen möglichst undogmatischen Blick zu behalten.
Ich möchte niemanden belehren, was im Übrigen auch gar nicht angebracht wäre, da ich rein autodidaktisch angeeignetes Erfahrungswissen teile.
Ich möchte alle Ansichten respektieren und niemanden mit meinen Aussagen verletzen.
Das wird sicherlich nicht möglich sein, denn es wird sich durch meine Ansichten ganz bestimmt irgendjemand in seinem ureigensten Lebensentwurf angegriffen fühlen.

Ich akzeptiere das.

#autoimmun #gesundheitssystem #coping #krankheitsbewältigung #

2 Replies to “Mein persönliches Manifest oder „Warum dieser Blog?“”

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